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Allgemeines

Shark Bay besteht aus zwei Halbinseln am westlichsten Punkt Australiens mit zusammen 1.500km Küstenlinie und 25.000qkm Hinterland.
Das Städtchen Denham, die Hauptsiedlung in der Shark Bay, ist die westlichste Stadt Australiens und liegt ca. 830 km nördlich von Perth, 405 km nördlich von Geraldton und 330 km südlich von Carnarvon. Die Zufahrt erfolgt über den North West Coastal Highway bis Overlander Roadhouse und 129 km über den Highway 353.
Denham zählt ca. 500 ständige Einwohner und verfügt über Unterkünfte, Banken, Post, Museum, Restaurants, Geschäfte, Tankstelle, Charterboote und einen 9 Loch Golfplatz. Ausflugsmöglichkeiten wie Jeeptouren und Sightseeing Touren mit dem Boot oder Flugzeug können hier gebucht werden.
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Denham ist die St. Andrews Church, die 1954 aus den Muschelblöcken der Shark Bay gebaut wurde.
Außerhalb Denhams gibt es noch kleinere Siedlungen bei Monkey Mia, Overlander, Nanga und Billabong. Useless Loop ist eine geschlossene Minenstadt, 250 Straßenkilometer bzw. 25 km Luftlinie von Denham entfernt.

Shark Bay genießt das ganze Jahr über ein mildes Klima mit meist blauem Himmel und kühlen Brisen im Sommer. Die Temperaturen reichen von 25 °C im Winter bis 33°C im Sommer. Die durchschnittliche Regenmenge beträgt ca. 200 mm - 400mm, wobei der Regen sehr unregelmäßig und an den unterschiedlichsten Stellen fällt.

Das Gebiet ist bekannt für seine landschaftliche Schönheit und wurde 1991 in die World Heritage Liste mit aufgenommen. Es ist einer der 11 Plätze in der Welt, der alle 4 natürlichen Aufnahmekriterien erfüllte.
Die ruhigen Wasser der Bay bieten ideale Bedingungen zum Schwimmen, Bootfahren, Wasserski, Tauchen, Muschelsuchen und Strandwandern. Charterboote bieten die Möglichkeit von Sightseeing oder Tierbeobachtungen rund um die Bay einschließlich Dirk Hartog Island. Fischfangexkursionen in der Bay oder in der Tiefsee sind ebenfalls möglich. Die vielen kleinen Bays und Lagunen sind Heimat für zahlreicher Fischarten. Man kann Wale Haie, Schildkröten, Rochen und natürlich Delphine beobachten.

Bevor die Europäer Fuß faßten, besiedelten Nganda und Malgana Aborigines die Region. Die ältesten Nachweise ihrer Präsens fand man beim Eagle Bluff, sie datieren auf 2.200 vor Christus.
Der erste Weiße, der das Land betrat, war 1616 Captain Dirk Hartog auf dem holländischen Handelsschiff Eendracht am Cape Inscription auf Dirk Hartog Island. Er hielt dieses Ereignis auf einer Metallplattte fest, die er am Cape hinterließ. Er war auch der erste urkundlich erwähnte Weiße, der überhaupt australischen Boden betrat.

Attraktionen

Heritage Trail

Der Shark Bay Heritage Trail verbindet Plätze von historischem Interesse und Naturschönheiten. Detaillierte Karten erhält man von allen Tourist Offices.

Monkey Mia

Monkey Mia, Shark Bays bekannteste Touristenattraktion, liegt 25 km östlich von Denham. Vor Jahren warfen heimkehrende Fischer ihre Fischabfälle ins Wasser und lockten damit Delphine an. Seitdem kommen 2 - 3 mal täglich kleine Gruppen von wilden Delphinen ins flache Wasser, um sich mit frischen Fischen füttern zu lassen. Bis zu 20 verschiedene Individuen hat man schon gezählt. Sie lassen sich gerne an der Seite streicheln, solange man nicht das Atemloch oder das empfindliche Echolot-Organ am Vorderkopf berührt.
Die Umgangsregeln mit den Delphinen sind auf einer Informationstafel im Besucherzentrum klar definiert.
Der Bekanntheitsgrad von Monkey Mia führt leider dazu, daß allmorgendlich ganze Busladungen mit Touristen in den ansonsten sehr abgelegenen Teil der Welt kommen, um das Spektakel zu bestaunen. Mittlerweile wird Monkey Mia auch von Carnarvon aus per Luftkissenboot regelmäßig angefahren.
Der Zugang zu Monkey Mia kostet Eintritt. Es gibt einen schönen weißen Strand, man kann Baden oder Fischen, Vögel beobachten oder Bootstouren durchführen. Vor Ort gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in komfortablen Bungalows.

Shark Bay World Heritage and Marine Park.

Die Shark Bay World Heritage Area ist die Heimat einer der letzen großen Herden von Seekühen. Man kann sie ebenso wie Wale, Stachelrochen, Schildkröten und große Haie beobachten, wenn man durch die Seegrasfelder oder geschützte Inlets kreuzt.

Nanga Station

Die Nanga Station liegt ca. 50 km südlich von Denham und wurde vor über 30 Jahren aus Muschelkalkblöcken von einem nahe gelegenen Steinbruch gebaut. Die große Schaffarm hat einen Bottle-Shop, ein Restaurant, Camping-Einrichtungen, Motelzimmer, Wohnwagenstellplätze und Chalets. Die Station stand bei unserem letzten Besuch zum Verkauf und ihre Zukunft war ungewiss. Für aktuelle Informationen wäre ich sehr dankbar. Bitte E-mail.

Little Lagoon

Linkshändig, etwas abseits von der Monkey Mia Road, befindet sich dieser schöne Picknick - und Angelplatz. Die Lagune wird durch die Gezeiten gespeist.

Steep Point und South Passage

70m hohe Klippen, eine rauhe Küstenlandschaft und Blowholes kennzeichnen den westlichsten Punkt des australischen Kontinents. Steep Point ist nur 4WD-Fahrzeugen zugänglich. Wasser, Lebensmittel und Treibstoff müssen mitgeführt werden. Man kann gegen Gebühr vor Ort campen.

Useless Loop

Die Solar-Salzmine, gegenüber der Bay bei Useless Loop, exportiert Salz mit einem der höchsten Reinheitsgrade der Erde. Für ihre Besichtigung ist eine Genehmigung erforderlich.

Eagle Bluff

Eagle Bluff liegt ca. 20 km südlich von Denham und ist eine Heimat für Seeadler, sowie ein guter Angelplatz. Von den Klippen aus kann man im glasklaren Wasser Meerestiere beobachten, bei klarem Wetter reicht die Sicht bis zur Mine von Useless Loop.

Shell Beach

Nahe der Hauptstraße nach Denham dehnt sich über ca. 110 km diese einzigartige Küstenlinie aus. Die Zufahrt liegt ca. 40 km südöstlich von Denham. Shell Beach besteht aus Billionen von komprimierten, weißen Schalen der dort heimischen Muscheln. Aufgrund der Küstenformation lassen die Gezeiten nur einen geringen Wasseraustausch zu. Wind und hohe Temperaturen führen zu einer starken Verdunstungsrate und das Wasser wird dadurch sehr salzhaltig. Unter diesen Bedingungen können die natürlichen Feinde der Muscheln nicht leben und so können sich diese ungestört vermehren. Starke Winde transportieren die Muscheln an den Strand und bilden bis zu 10m hohe Ablagerungen.

Hamelin Pool - Stromatoliten, Telegraph Station und Post Office

Hamelin Pool befindet sich etwa 6 km abseits der Straße nach Denham, 30 km westlich vom Overlander Roadhouse. Es ist eines der bedeutendsten Naturreservate Australiens und beherbergt die zahlreichste und bekannteste Kolonie von Stromatoliten auf unserem Planeten. Stromatoliten sind Cyanobakteriengemeinschaften, die lebende Felsen im flachen Wasser formen und typisch waren, als das Leben vor 3,5 Mrd. Jahren auf der Erde begann. Die spezifischen Umweltbedingungen der Shark Bay ermöglichen die Existenz dieser Lebensformen. Der durch die isolierte Lage begrenzte Wasseraustausch und die hohe Verdunstungsrate führen zu einem 1,5 bis 2 mal höheren Salzgehalt als bei normalem Seewasser. Somit fehlen Fische und Schalentiere, welche die Algenkulturen normalerweise abweiden. Ein Brettersteg ermöglicht den Rundgang über die Stromatoliten-Kolonie.
Darüberhinaus bietet Hamelin Pool die historische Flint Cliff Telegraphen und Poststation. Das 1894 gegründete Gebäude wurde in ein Museum umgebaut. In der Austellung kann man lebende Stromatoliten in einem Aquarium besichtigen. In der gemütlichen Teestube gegenüber kann man einen guten Lunch, Dinner oder Breakfast zu sich nehmen.

Dirk Hartog Island

Am Cape Inscription (Nordende von Dirk Hartog Island) wurde Australien 1616 von Dirk Hartog endeckt. Heute steht dort ein namenloser Leuchtturm und die Ruinen des Leuchtturmwärter-Häuschens. Die Insel bietet eine interessante Küstenlinie mit kleinen Buchten, geschützte Sandstrände und hohe Klippen.


Francois Peron National Park

Der erst vor kurzem gegründete Francois Peron Nat. Park umfasst das gesamte Gebiet der Peron Halbinsel nördlich der Monkey Mia Road. Den Zugang zum Park und das Peron Homestead erreicht man über die Monkey Mia Road ca. 4 km nach Denham. Auf dem Gelände des Homesteads befindet sich der berühmte "Hot Tub" (Heiße Badewanne oder Fass). Artesisches Wasser kommt hier aus 390 m Tiefe an die Erdoberfläche und wird in einen Tank gepumpt. Besucher können in dem 44°C. heißem Wasser baden.
Der Track nördlich des Peron Homestead zur Big Lagoon und zum Cape Peron North ist nur mit Geländewagen befahrbar.
Der Park besteht aus sanft gewellten, sandigen Ebenen durchsetzt mit Gips-Lehmpfannen (auch bekannt als Birridas). Eine dieser Lehmpfannen mit Zugang zum Meer ist die Big Lagoon. Fahrzeuge würden beim befahren von Birridas sofort im Schlamm versinken. Die Oberfläche besteht aus einer dünnen, harten Kruste, darunter befindet sich Salzschlamm, der vom Grundwasser ständig mit Feuchtigkeit angereichert wird.
Wildblumen und Vögel gibt es reichlich. Den "Thorny Devil" sieht man häufig beim Ameisenfressen. Säugetiere sind auf der Halbinsel eher selten. Von den Klippen beim Cape Peron kann man Delphine, Seekühe, Meeresschildkröten und Rochen beobachten.

Campgrounds gibt es bei Big Lagoon, Gregories, Bottle Bay, South Gregories and Herald Bight. Die Plätze sind einfach. Trinkwasser ist im Park nicht vorhanden.
Das Gestein bei den Klippen ist erodiert und brüchig. Halten Sie sich dort nur mit größter Vorsicht auf. Gefährlich könne auch starke Winde und Böen werden.

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copyright Udo Siebig